HMW einst & jetzt – Teil 2: Aus Tradition entsteht Zukunft
HMW ist zurück.
Was vor Kurzem noch wie eine kühne Idee klang, ist inzwischen Thema in den
Medien. Eine traditionsreiche österreichische Motorradmarke, die
jahrzehntelang vor allem in Sammlerkreisen, Werkstätten und Erinnerungen
weitergelebt hat, taucht plötzlich wieder in der Gegenwart auf. Nicht als
bloßes Andenken, sondern mit dem Anspruch, wieder relevant zu werden.
Doch wie kommt’s, dass sich mit Michael Hofbauer ein
Salzburger Motorradenthusiast und Designer in ehemaligen Diensten von
Lamborghini und Ducati gegen die Mühlen der Zeit stellt und HMW wiederbeleben
möchte – in Zeiten kriselnder heimischer Giganten und neuer Mobilitätskonzepte?
Und was hat RBO Stöckl mit der Sache zu tun?
Die Antwort findet man, wenn man die Faszination versteht, die von der historischen Motorradwelt ausgeht, wenn man die Geschichte von HMW kennt – und wenn man daraus Lösungen für die Herausforderungen von heute ableitet.
Es beginnt bei der Faszination für Oldtimer. Beim Pioniergeist ihrer Entwickler. Bei der ehrlichen, verzahnten Technik und den mechanischen Lösungen ihrer jeweiligen Zeit. Aber auch beim Gefühl der perfekten Kurvenlage auf 12 statt 100 PS. Bei der Derby Senda im Rückspiegel der eigenen Puch DS 50 im Jahr 1998. Beim Schwarz-Weiß-Foto vom Opa auf der DKW. Oder bei der Erinnerung an die Mitzitant’ auf ihrer KTM Hobby bei der wöchentlichen Fahrt zum Nah&Frisch im Nachbarort.
Es ist dieser Mix aus Emotionen, Nostalgie und geschmierter Technik, der Gänsehaut erzeugt und uns verzaubert. Eine Welt mit ehrlichen Idealen von Effizienz, Leistung, Zuverlässigkeit, Freiheit und Pragmatismus – begleitet vom Gefühl des Aufbruchs und davon, etwas bewegen zu können. Eine Welt voller Werte und Zuversicht, die es zu erhalten gilt.
Und genau dieses Erhalten ist nicht selbstverständlich. Es bedeutet nicht nur, alte Fahrzeuge am Leben zu halten, Ersatzteile aufzutreiben oder technisches Wissen zu bewahren. Es bedeutet auch, einen Geist zu bewahren: eine Form von Mobilität, die nicht nur Fortbewegung war, sondern Fortschritt. Nicht nur Nutzen, sondern auch Charakter.
Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen und großer Mobilitätswenden wird das schwierig. Denn Mobilitätswenden sind fast nie nur technische Umbrüche. Sie entstehen aus gesellschaftlichen Bedürfnissen.
Genau das zeigt auch die Geschichte von HMW. Die Marke traf in den 1950er-Jahren mit leistbaren, zuverlässigen und formschönen Fahrzeugen den Nerv der Zeit. HMW verstand, was gebraucht wurde, und bot genau das richtige Portfolio dafür an. Doch die nächste Mobilitätswende Ende der 1950er-Jahre wurde nicht mehr so treffsicher beantwortet. Andere waren dort beweglicher. Puch meisterte diese Phase besser – um später selbst an einer weiteren Mobilitätswende in den 1980ern zu scheitern.
Die Lehre daraus ist klar: Wer Mobilitätswenden nur beklagt, wird von ihnen überrollt. Wer sie versteht, kann sie gestalten.
Und genau dort stehen wir heute wieder. Wir erleben eine neue Mobilitätswende. Neue Technologien drängen in den Vordergrund. Aber auch hier geht es nicht nur um Technik. Dahinter stehen gesellschaftliche Bedürfnisse und reale Rahmenbedingungen: weniger Lärm und Abgase in Ballungsräumen, Stauprobleme, Parkplatznot in Städten, der Wunsch nach flexibler und effizienter Mobilität, aber auch nach größerer Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Viele Menschen leben am Land und arbeiten in der Stadt. Andere suchen einfache, praktische und zeitgemäße Lösungen für kurze Wege oder den Kick von mehr Drehmoment am Hinterrad. Der Bedarf verändert sich – und damit auch die Antwort, die Mobilität geben muss.
Gerade in solchen Umbruchphasen ist es für die historische Motorradwelt besonders schwer. Und dabei geht es nicht einmal darum, ob man jede Entwicklung gutheißen muss oder rechtfertigen kann. Egal, wie stark politische Einflüsse dabei mitspielen: Die Mobilitätswende ist da. Die eigentliche Frage ist also nicht, ob man sie wegdiskutieren kann, sondern ob man sich von ihr überrollen lässt – oder ob man sie gestaltet.
Man kann sich am Stammtisch darüber ärgern, wie gut die alte Zeit war. Oder man kann versuchen, aus dem Geist des Alten etwas Neues zu entwickeln. Genau darin liegt die Chance, gleich zwei Dinge zu schaffen: die Faszination für historische Technik lebendig zu halten und sie zugleich in eine Form zu übersetzen, die auch morgen noch Platz hat. So kann man das Alte nicht nur konservieren, sondern aktiv weiterleben lassen – und dieses Gefühl von Freiheit, Technikbegeisterung und ehrlicher Mobilität auch an die nächste Generation weitergeben.
Genau hier setzt der heutige HMW-Gedanke an.
Nicht mit dem Versuch, Vergangenheit zu kopieren. Nicht mit blindem Fortschrittsglauben. Sondern mit der Überzeugung, dass man die alten Tugenden ernst nehmen und daraus moderne Lösungen bauen kann.
Denn was HMW einst stark gemacht hat, ist auch heute nicht überholt: Leistbarkeit, technische Zuverlässigkeit, Charakter und gutes Design. Genau diese Stärken können auch heute wieder Orientierung geben.
Gleichzeitig liegt in der Geschichte von HMW auch eine Mahnung. Denn sie zeigt nicht nur, was stark gemacht hat, sondern auch, was schiefgehen kann: ein zu großer und kapitalintensiver Expansionsschritt, interne Reibungen, fehlender Fokus und die Gefahr, gesellschaftliche Veränderungen zu spät oder falsch zu lesen. Wer die Marke heute ernsthaft wiederbeleben will, darf sich also nicht nur ihrer Stärken bedienen. Er muss auch ihre Fehler verstehen – und bewusst vermeiden.
Wenn es gelingt, sich auf die Stärken von früher zu besinnen und die Fehler von damals zu vermeiden, dann entsteht daraus mehr als ein Retroprojekt. Denn hier geht es nicht bloß darum, eine Marke aus dem Museum zu holen. Es geht darum, etwas weiterzuführen, das in Österreichs Motorradgeschichte immer dann stark war, wenn man den Mut hatte, die Bedürfnisse der Zeit ernst zu nehmen und daraus ehrliche Mobilität zu machen.
So wird aus Bewahrung Gestaltung.
Aus Erinnerung wird Richtung.
Und aus Tradition kann Zukunft entstehen.
Dass RBO Stöckl dabei mit an Bord ist, ist daher kein Widerspruch, sondern eine logische Fortsetzung dessen, was uns seit jeher antreibt: österreichische Motorradgeschichte nicht nur zu verwalten, sondern mit Kompetenz und Leidenschaft lebendig zu halten.
Und das Schönste daran ist: Man kann dabei nicht nur zuschauen. Man kann mitgestalten.
Ganz direkt und konkret etwa durch ein Engagement bei HMW Mobility. Wer sich über einen Genussschein an HMW beteiligt, hilft mit, die nächsten Schritte der Marke möglich zu machen: neue Modelle zu entwickeln, die Bewegung bekannter zu machen und die Zukunft von HMW mit Augenmaß weiter aufzubauen – nicht größenwahnsinnig, sondern bedacht und Schritt für Schritt.
Einen besonderen Anreiz, Teil der HMW-Familie zu werden, bieten wir aktuell zusätzlich an: Jedes Genussschein-Investment bei HMW Mobility kann derzeit für einen Preisnachlass von EUR 300,- beim Erwerb eines HMW-Neufahrzeugs genutzt werden.
Aber auch ohne diese Form der Beteiligung kann man Teil davon sein: indem man diese Geschichte hinausträgt, darüber spricht, zu Veranstaltungen kommt, sich einbringt, Fragen stellt, Interesse zeigt und am Stammtisch nicht nur in Nostalgie schwelgt, sondern echten Gestaltungswillen lebt. Einen Geist, der nicht jammert, sondern anpackt.
Denn genau darum geht es: nicht nur Gegenwart zu verwalten, sondern Zukunft zu gestalten. Nicht nur österreichische Motorradgeschichte zu bewahren, sondern sie gemeinsam weiterzuschreiben – und auch der nächsten Generation die Faszination der Motorradwelt zu ermöglichen.
Du kannst dabei sein. Du kannst mitgestalten. Und du kannst mithelfen, dass aus einer wiedererweckten Marke wieder eine lebendige Bewegung wird!
Thomas Stöckl
Pressespiegel
Überraschendes Comeback für eine österreichische Motorradmarke
Eine österreichische Moped-Legende wird wiederbelebt
Die Halleiner Motorradmarke HMW fährt wieder: Wie ein junger Industriedesigner aus Obertrum die Legende wiederbelebt
Details zur HMW Beteiligung
Motorradgeschichte gestalten – 300 € Rabatt sichern!
Die Geschichte von HMW
HMW einst & jetzt – Teil 1: Die Geschichte der Halleiner Motorenwerke

