RBO Reise 2016 - auf den Spuren Winetous

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In diesem Jahr führte uns die RBO Reise auf die Spuren von Lex Barker und Pierre Brice rund um die Region des Nationalparks Plitvicer Seen.

Am Treffpunkt bei RBO

Am Montag dem 20.06 2016 startete der Großteil unserer Gruppe vom Firmengelände der RBO Zentrale Richtung Süden. Die Tour startete jedoch bei strömenden Regen, bei so einem Wetter würde man nicht mal einen Hund vor die Türe setzen. Doch mit der richtigen Kleidung sollte das schon zu bewältigen sein. Es wurde später erzählt, dass der Regen zeitweise so stark war, dass am Vergasertupfer ständig gepumpt werden musste um die Maschine am Laufen zu halten.

Treffpunkt mit der zweiten Gruppe

Der Rest der Gruppe, welche vom Süden Wiens bzw. der Steiermark oder dem Burgenland waren hatte hier ein wenig mehr Glück. Wir konnten unseren vereinbarten Treffpunkt in Neudau bei bewölktem Himmel, aber immerhin trocken erreichen. Um ca. 13:30 hatten wir uns dann alle am vereinbarten Sammelpunkt im Südburgenland eingefunden. Nur unser Begleitfahrzeug hatte am Weg eine Panne, der Flachriemen der die Wasserpumpe antreibt hatte sich so gedehnt, dass er seine Funktion nicht mehr erfüllen konnte. Glücklicherweise konnte unser Tourguide Manfred, eine ihm in der Nähe bekannte Werkstatt damit beauftragen, die Reparatur durchzuführen. 

Im Hotel Biotherme

Mit einer leichten Verspätung und bei nun mehr trockenem Wetter, konnten wir die Anreise zu unserer ersten Übernachtung in Slowenien fortsetzen. Dieses Hotel kannten wir bereits aus dem Jahr 2013 da wir damals hier ebenfalls Unterkunft fanden. 

Am Abend genossen wir noch das schöne Ambiente der Hotelanlage bei ein paar Gläschen Wein und Benzingesprächen, ehe es am nächsten Tag schon nach Kroatien besser gesagt nach Ličko Lešće ging.

Hotel Gacka

Die zweite Tagesetappe mit rund 320 km bewältigten wir bei herrlichem Wetter und ohne Zwischenfälle, nur Manfred lotste uns in die Vororte von Zagreb und wollte dann nicht mehr so richtig die Stadt verlassen. Aber nach ein paar Ampeln und Kreuzungen kamen wir wieder auf den rechten Weg. Als wir am Abend bei unserer Unterkunft angekommen waren und wir unsere heißen Eisen mit frischem 2Takt Öl befüllt hatten, gönnten wir uns noch ein frisches kühles Bier eher wir unser Zimmer für die Nacht bezogen.

Plitvicer Seen

Gut gestärkt durch unser Frühstück führte unser heutiger Ausflug zu den Plitvicer Seen. Da es nur etwa 50 km zu diesen Naturwundern waren, hatten wir Zeit hier die Landschaft ausgiebig zu bewandern sowie diese zu bestaunen. Am Parkplatz dieser Region angekommen, wurden wir zu unserer Verwunderung seitlich am Schranken durchgewunken und konnten somit kostenfrei Parken. Die dürften wohl nicht so oft besuch von alten Motorrädern aus Österreich bekommen. Anschließend machten wir uns auf die Suche nach dem „Schatz im Silbersee“. Aber außer jeder Menge andere Suchender aus aller Herrenländer konnten wir „nur“ die unvergleichbare Landschaft sowie die Naturkulissen der Wasserfälle in deren ganzen Facetten bewundern. Am späteren Nachmittag machten wir uns dann wieder auf den Weg zur Unterkunft. 

Herbert auf Abwegen

Herbert, der uns wie auch schon im letzten Jahr wieder begleitete, dachte wohl, dass ihm die heutige Ausfahrt etwas zu kurz sei und fuhr einfach bei unserer Kreuzung zum Hotel weiter. Karl, der das etwas später bemerkte, versuchte ihn noch zu fangen, jedoch war Herbert mit seiner umgebauten TF schon über alle Berge. Über Umwege und einigen Telefonaten konnte unser verloren geglaubter Sohn seinen Heimweg alleine finden. Hätte unser deutscher Freund früher seinen Rückspiegel benützt, hätte er schnell bemerkt, dass er nun auf eigene Faust Kroatien erkundet.

Leo beim Schrauben

An diesem Abend gab es zur Abwechslung ein Spiel, welches sich Herbert ausgedacht hatte. Es ging darum, verschiedene Muttern den jeweiligen Gewindestangen, welche auf einem Holzbrett montiert waren zuzuordnen. Dies war aber gar nicht mal so einfach wie einige von uns dachten, da es zwar einige gleiche Durchmesser der Schrauben gab, die aber wiederum unterschiedliche Steigungen und sogar noch in Rechts- oder Linksgewinde unterteilt waren. 

Christoph - Autor und Sieger

Dieser Bewerb bei welchem akribisch die Zeit gestoppt wurde um den „Puchschrauber 2016“ zu ermitteln, erfreute sich größter Beliebtheit und sorgte auch für Abwechslung in der Runde. Als Sieger dieses Spieles ging der Jüngste unserer Motorradtruppe hervor, der sich zumindest für diese Woche als „Puchschrauber 2016“ bezeichnen durfte. Als Belohnung für den 1. Platz gab es einen Glaspokal, welcher auch gleich mit Schnaps befüllt wurde und durch die Runde der Mitschrauber seinen Weg fand.

Am letzten Reisetag in Kroatien führte unsere Tagestour Richtung Meer. Bei Kaiserwetter beritten wir die Küste und deren dahinter liegenden Bergstraßen. Aber ehe wir zum Meer gelangten, war bei Herbert das Benzin alle. Das lag wohl daran, dass unser Ältester am Vorabend die Einfahrt zum Hotel übersehen hatte und daher einige Extrakilometer abspulte. Kurzerhand sprang unser Leopold mit seiner SG als Zugfahrzeug ein, indem sich Herbert am Soziusgriff anhielt und so einige Kilometer mitzogen. Dies machten die Beiden so lange, bis Manfred der die Gruppe an der Spitze anführte unser Verbleiben bemerkte und umdrehte um den Rest von uns zu suchen. Da die nächste Tankstelle aber noch einige Fahrminuten entfernt war, pumpten wir kurzerhand etwas Benzin von Manfred`s BMW in die durstige TF von Herbert. 

Als wir uns wieder alle an der nächsten Tankstelle sammelten bemerkte Karl, dass er im Hinterrad schon recht wenig Luft mit sich führte. Seine Vermutung bestätigte sich, er hatte eine Platten. Aber was wäre das für eine RBO Reise, wenn wir solch eine Kleinigkeit nicht innerhalb von ein paar Minuten beheben könnten. Schon nach ein paar Handgriffen und einem anschließenden Kaffee konnte unser Abenteuer fortgeführt werden.

Die alten Männer und das Meer

Ungefähr zu Mittag am Meer angekommen, zog es auch sogleich einiger unserer Freunde ins Wasser. Jan stieg dabei leider auf einen Seeigel, wodurch sein Badevergnügen ein jähes Ende fand. Am späten Nachmittag ging es dann auch schon wieder zurück um unsere letzte Nacht in Kroatien zu verbringen.



mit unseren flotten alten Damen
sicher unterwegs

Am Freitag machten wir uns dann schon wieder zurück am Weg nach Slowenien um dort die letzten Tage unserer Reise zu genießen. Um etwas Zeit zu sparen und da die Temperaturen auch weit über 30 Grad lagen, beschlossen wir ein kurzes Stück von ca. 70km die Autobahn zu nutzen. Nach der darauffolgenden Mittagspause ging es anschließend wieder gestärkt Richtung Grenzübergang. Da wir hier durch eine Baustelle fuhren und einige Kreuzungen querten, bemerkten wir erst recht spät, dass uns einige Motorräder abhandengekommen waren. Nach einigen Telefonaten und einer längeren Wartezeit tauchte zumindest Hermann mit Hans im Schlepptau wieder bei der Gruppe auf. Rudi und Werner, die uns auch schon seit Jahren mit Ihren neueren Maschinen begleiten und einfach nicht mehr zu uns fanden, beschlossen, auf eigener Faust ins Hotel zu fahren. Als wir etwas später unsere Fahrt fortsetzten und wir zum Grenzübergang gelangten, erblicken wir Kolonnen von Autos die ebenfalls das gleiche Ziel hatten, eine Schengen Grenze an einem Freitagnachmittag zu überqueren. Doch warten kam einigen nicht in den Sinn und schwindelten sich einfach zwischen den warteten Autos durch. Diese Taktik fand natürlich nicht bei allen gefallen und schon gar nicht bei den slowenischen Zöllnern.

Doch mit etwas Wimmern und der Begründung, dass unsere alten Motorräder das Warten in der prallen Sonne nicht gut vertragen würden, winkte er uns wiederwillig durch. Endlich im Hotel Biotherm angekommen, war unsere Gruppe auch wieder komplett.

die RBO Truppe beim Puch Treffen
Überreichung eines Gastgeschenkes an den Veranstalter

Am Samstag erwartete uns ein ruhiger Tag bei einem Oldtimer Treffen in Jursinci. Bei dieser Veranstaltung waren wir auch schon 2013 zahlreich als RBO Team vertreten. Dieses Treffen mit anschließender Rundfahrt, führte uns durch einige Ortschaften in der Umgebung, bei welchen uns immer Essen und Trinken gereicht wurde. Der Ausklang dieser Veranstaltung wurde beim Geburtshaus von Johann Puch abgehalten. Dieses Haus wurde liebevoll und mit viel Hingabe zum Detail erhalten. Im Gebäude befindet sich auch ein kleines Museum in welcher die Geschichte der Marke Puch anschaulich wiedergespiegelt wird. Dieser Tag war auch der heißeste unserer ganzen Woche und die Vorfreude am späten Nachmittag im Hotel den Pool zu genießen war schon recht groß.  Bei der Rückfahrt zum Hotel hörte ich ein immer lauteres Geräusch von meinem Motorrad welches ich einfach nicht zuordnen konnte. Was das wohl ist? Am Abend versuchte in der Garage unserer Anlage diesen Fehler zu finden, leider ohne Erfolg.

Am nächsten Tag als die Abfahrt zur letzte Etappe dieser Woche anstand, konnte der Fehler doch noch mit Hilfe von Hermann lokalisiert werden. Mir als Puchschrauber waren die hinteren Schrauben der Motoraufhängung locker geworden, welch eine Schande. Ich war jedoch trotzdem sehr froh, dass es nur eine Kleinigkeit war welche sich schnell beheben ließ.

Rückfahrt

Somit konnte auch unsere Rückreise in die Heimat ohne Verspätung beginnen. In Oberwart trennte ich mich dann von meinen Freunden um die letzten paar Kilometer alleine nach Hause zu finden. Der Rest der Gruppe hatte da noch etwa 200km Landstraßen vor sich ehe sie die Zentrale vom Hermann erreichten.Rückblickend kann ich sagen, dass es wieder mal eine sehr schöne und lustige Reise mit Gleichgesinnten war.

Auch die Zuverlässigkeit unserer alten Damen steigert sich von Jahr zu Jahr. Immerhin schaffte es jede ausgerückte Maschine auch wieder aus eigener Kraft in die Heimat zurück. Mit großer Spannung blicken wir alle ins nächste Jahr.

Wo wird uns die „Puch“ dann hintragen?

 

Von:
Christoph Zsivkowits
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