Vor- und Nachteile von Simmerringen mit Stahl- oder Gummigehäuse
Simmerringe mit Stahlgehäuse:
Vorteile:
Diese Simmerringe bieten hervorragenden Halt in der
entsprechenden Bohrung. Der Metallaußenring ist mit mehr Aufwand in das Gehäuse
zu pressen und sitzt fest im Motorblock. Ein herausfallen durch z.B. eine Fehlzündung ist damit ausgeschlossen. Überschüssige Hitze
kann in den Motorblock abgeleitet werden.
Nachteile:
Die Pressung von Eisen auf Eisen hat keine zuverlässige Abdichtung. Während
diese Simmerringe werksseitig immer dicht waren, kommt es bei alten Motoren oft
zu Undichtigkeiten. Dieser Fehler ist besonders schwer zu diagnostizieren, daher
sollte mit Dichtmasse vorgebeugt werden. Dazu benetzt man das blanke Blech am
Simmering mit einer dünnen Schicht Dichtmasse (0007.005 oder 0007.113) bevor
man ihn einpresst.
Durch den höheren Kraftaufwand beim Einpressen, kann es zu Verformungen am Trägerblech kommen. Das passiert besonders beim Einbau mit einem Hammer. Wir empfehlen daher die Verwendung einer Presse.
Simmerringe mit Gummigehäuse:
Vorteile:
Die Abdichtung zum Motorgehäuse ist sehr gut. Die außenliegende Gummischicht
gleicht kleine Schäden in der Dichtfläche des Motorblocks problemlos aus.
Nachteile:
Durch die weiche Gummischicht sitzt der Simmering
wesentlich lockerer in der Bohrung. Er kann durch eine Fehlzündung herausfallen
und zum Totalausfall des Motors führen.


